Mit einer ähnlichen Zielsetzung wie das Lädele öffnete im Frühjahr 1999 das "Café Glitzerstein" seine Pforten in der Gustav-Werner-Schule. Auch hier sollte den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, in einer möglichst realitätsnahen Situation den Umgang mit Geld zu üben. Schon vorher hatten Klassen selbst hergestelltes Gebäck im Lädele verkauft. Mit einem von den Schülern selbst betriebenen Café sollte dies nun auf eine neue Ebene gestellt werden. Auch hier sollten sich die Preise in Taschengeldniveau bewegen und für die Schüler handhabbar sein.

Während beim Lädele die Kommunikationssituation einen mehr formalen Charakter zwischen Kunde und Verkäufer hat ( "ich möchte gerne...", "das kostet..." ), sollte das Café den Schülern auch die Möglichkeit geben, sich zu einem "Schwätzle" klassenübergreifend treffen zu können.

Zwei Oberstufenklassen bereiteten sich intensiv auf ihre Aufgaben als Caféhausbetreiber vor und eröffneten den Cafébetrieb mit einem großen Fest.

 beim Eröffnungsfest war das Angebot  groß

Das Unterrichtsprojekt setzte Arbeitsschwerpunkte im hauswirtschaftlichen und gestalterischen Bereich, aber auch im Arbeitsbereich "Umgang mit Mengen und Größen" und bei der schriftlichen Kommunikation.

Das "Café Glitzerstein" bietet jetzt jede Woche am Donnerstagnachmittag von den Schülern gebackenen Kuchen oder Kleingebäck, wie beispielsweise Waffeln an. Als Getränke gibt es Saft, Tee, Kakao und Cappuccino.
Auch im wöchentlichen Cafébetrieb ergeben sich immer wieder Schreib- und Rechenanlässe: Die Speisekarte muss geschrieben werden, Werbezettel werden geschrieben und verteilt, das Wechselgeld und die Einnahmen müssen gezählt werden, beim Backen ergeben sich sehr viele Situationen, die den handelnden Umgang mit Mengen und Größen erfordern.

Im Schuljahr 2000/2001 wurden die AG’s der Mittel-, Ober- und Werkstufen in den Rahmen des Cafés integriert. Einige AG’s finden direkt und im Umfeld des Cafés statt (z.B. Spiele-AG), andere Arbeitsgemeinschaften nutzen das "Café Glitzerstein" als Treffpunkt, um nach einem Cappuccino dann gemeinsam zum "Mosaike gestalten" oder zur "Step-Gymnastik" zu gehen.

In der weiteren Planung sind Überlegungen im Gange, das "Café Glitzerstein" auch als Möglichkeit für außerschulische Kontakte nutzen zu können. So könnten beispielsweise ehemalige Schüler, die in der Werkstatt für Behinderte arbeiten auch über das Café den Kontakt zur Schule pflegen und zusätzlich zu den Werkstattpraktika eine Kontaktmöglichkeit mit Werkstattmitarbeitern geboten werden.

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